Inzwischen gelingt es Sandwell, den Salzverbrauch um rund 30 % zu reduzieren und gleichzeitig die vollständige Abdeckung des Winterdienstnetzes sicherzustellen. Möglich wurde dies nicht durch eine einzelne Massnahme, sondern durch ein vernetztes und flexibles Betriebskonzept: präzise Streutechnik, dynamische Routenplanung und eine deutlich höhere Anpassungsfähigkeit im täglichen Einsatz greifen heute nahtlos ineinander.
Von starren Abläufen zu flexiblen Winterdiensteinsätzen
Sandwell Council setzt aktuell neun Schmidt Stratos III Streuer auf Mercedes Arocs Chassis ein. Einen wesentlichen Beitrag zur Effizienzsteigerung leistet dabei das Aebi Schmidt Operations & Fleet Management System IntelliOPS mit der integrierten Route-Manager-Funktion.
Früher folgte der Winterdienst eher festgelegten Strukturen: Fahrer und Routen waren fest zugeteilt. Heute arbeitet der Winterdienst wesentlich flexibler.
"Früher galt meistens: ein Fahrer, eine Route", erklärt Lee Preece vom Sandwell Council. "Heute können wir bei Bedarf jeden Fahrer in jedem Fahrzeug einsetzen."
Gerade angesichts des anhaltenden Personalmangels – insbesondere während intensiver Winterereignisse und im Schichtbetrieb – ist diese Flexibilität zu einem entscheidenden Vorteil geworden.

Präzision reduziert unnötigen Salzverbrauch
Flexibilität allein reicht jedoch nicht aus, um spürbare Effizienzgewinne zu erzielen. Ebenso wichtig war für Sandwell eine präzisere Steuerung der Salzverteilung im gesamten Streckennetz.
Hier übernimmt der Route Manager von Aebi Schmidt eine zentrale Funktion. Das System optimiert die Streumuster, vermeidet Doppelstreuungen bei sich überschneidenden Routen und sorgt dafür, dass Salz gezielt dort ausgebracht wird, wo es tatsächlich benötigt wird.
Streubreite und Dosierung lassen sich während der Fahrt dynamisch anpassen. Dadurch bleibt die Ausbringung konstant, während unnötiger Materialeinsatz vermieden wird. Das Ergebnis ist ein deutlich kontrollierterer und effizienterer Winterdienst.
"Durch die vernetzte Routenplanung und die flexible Steuerung unserer Flotte konnten wir den Salzverbrauch um rund 30 % senken – bei gleichbleibender Netzabdeckung im Winterdienst", so Preece.
Schnelle Anpassungen bei wechselnden Bedingungen
Winterdiensteinsätze verändern sich laufend. Strassensperrungen, Unfälle oder wechselnde Wetterlagen erfordern kurzfristige Anpassungen. Mit dem Route Manager kann Sandwell Routen direkt im System bearbeiten und die Änderungen unmittelbar an die Fahrzeuge übertragen.
"Wenn wir über eine Sperrung informiert werden, passen wir die Route entsprechend an und senden die Änderungen direkt an das Streufahrzeug", erklärt Preece.
Dadurch bleibt der Winterdienst auch bei unvorhergesehenen Ereignissen effizient und handlungsfähig.

Bewährt unter extremen Winterbedingungen
Besonders deutlich zeigt sich der Vorteil flexibler Abläufe bei schweren Winterereignissen. Während Storm Goretti und den angekündigten stundenlangen Schneefällen organisierte Sandwell rotierende 8-Stunden-Schichten, um eine durchgehende 24-Stunden-Abdeckung sicherzustellen.
"Die Flexibilität des Systems und unserer Mitarbeitenden hat es ermöglicht, den Betrieb während des gesamten Schneefalls aufrechtzuerhalten", sagt Preece.
Das Zusammenspiel aus flexibler Einsatzplanung, vernetzter Routenführung und präzisem Salzmanagement sorgte dafür, dass der Winterdienst auch unter hoher Belastung zuverlässig weiterlief.
Ein System für die Anforderungen des realen Winterdienstes
Für Sandwell Council bedeutet die grösste Verbesserung nicht nur mehr Effizienz, sondern vor allem mehr Kontrolle über die eigenen Abläufe.
Weniger Materialverrauch, mehr Flexibilität und die Möglichkeit, Einsätze jederzeit an reale Bedingungen anzupassen.
Das Beispiel zeigt, wie moderne Betriebs- und Flottenmanagementsysteme dazu beitragen können, Winterdiensteinsätze effizienter zu gestalten und gleichzeitig die Servicequalität im gesamten Netz aufrechtzuerhalten.
