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Rollentausch beim Bewerbungstraining - von der Schulbank zum Vorstellungsgespräch

Seit vielen Jahren engagieren sich Mitarbeiter von Aebi Schmidt vom Standort St. Blasien dafür, den Nachwuchs auf die berufliche Zukunft vorzubereiten. Die erste Hürde auf dem Weg zum Ausbildungsplatz ist dabei oft das Bewerbungsgespräch. Während Formeln, Vokabeln oder Jahreszahlen täglich auf dem Stundenplan stehen, ist für viele Schüler der Ablauf und das richtige Verhalten beim Vorstellungsgespräch Neuland.

Einmal im Jahr bieten daher Ausbilder und Mitarbeiter aus der Personalabteilung von Aebi Schmidt ein Bewerbungstraining für Schüler der 8. und 9. Klassen der Fürstabt-Gerber-Schule in St. Blasien an. Je einen Vormittag ist dann Rollentausch angesagt. In kleinen Gruppen werden Bewerbungsgespräch trainiert.  Bewerber, Personalleiter oder Ausbilder – keiner der Schüler weiss zuvor, in welche Rolle er schlüpfen wird. „Das ist Teil der Übung. Jeder soll alles können und vorbereiten“ so Gitta Windisch, HR Managerin der ASH Group. „Die Schüler werden im Vorfeld in Gruppen eingeteilt und dürfen sich jeweils ein Unternehmen aus der Region aussuchen, für das ihre Gruppe steht. Das Bewerbungsgespräch soll nämlich so realistisch wie möglich sein. Dazu gehört auch, sich über die Firma und den Ausbildungsberuf zu informieren, ebenso, wie man es bei einer Bewerbung in der Realität auch machen würde.“

Mit Unterstützung der Lehrkräfte erarbeiten die Schüler vorab mögliche Fragen und Antworten der Interviewpartner. Auch ein Bewerbungsanschreiben mit Lebenslauf gehört zur Übung.

Mit geschultem Auge verfolgen Felix Haffner, Personalleiter der Aebi Schmidt Deutschland GmbH, und seine Kollegin Sonja Kaiser, verantwortlich für die kaufmännische Ausbildung,  den Gesprächsverlauf. Auch auf die Begrüssung oder die Körpersprache wird geachtet und das Gespräch im Anschluss analysiert. „Dem Gegenüber in die Augen schauen“ oder „nicht mit den Füssen zappeln“ sind nur einige Tipps, die Felix Haffner den Schülern in Sachen Körpersprache mit auf den Weg gibt. Wichtig sei auch, offene Fragen zu stellen, etwa „Was verstehen Sie unter Teamfähigkeit“ statt „Sind Sie teamfähig“ und sich als Bewerber darauf vorzubereiten, ebensolche offenen Fragen beantworten zu können.

„Nervosität gehört bei einem Bewerbungsgespräch dazu, immerhin geht es dabei um die eigene Zukunft“, beruhigt der erfahrene Personalleiter die Schüler. „Wichtig ist allerdings, sich nicht zu verstellen oder gar zu flunkern. Und: wer in der Freizeit im Verein aktiv ist oder im elterlichen Betrieb mitarbeitet, sollte dies in der Bewerbung immer angeben, denn neben den schulischen Leistungen zählen auch Erfahrung und persönliches Engagement.“

Zu guter Letzt geben die Personal-Profis noch wichtige Tipps zum Bewerbungsprozess, denn: bereits ein Jahr vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres, das meist im September startet, müssen die Bewerbungen verschickt sein. „Wer zu spät dran ist, der erntet nur noch Absagen“, so Sonja Kaiser. Ob die Bewerbungsunterlagen digital oder in Papierform eingereicht werden, sei dagegen meist egal. Die richtige Form müsse einfach stimmen.

Diese haben die Schülerinnen und Schüler der Fürstabt-Gerbert-Schule dank dem Team um Gitta Windisch nun „intus“. Und getreu dem Motto „Rollentausch“ sind am Ende des Trainings die Schüler am Zug: eine glatte 1 vergeben sie an Lehrer und Personaler für die Bewerbung-„Generalprobe“ und fühlen sich für die kommenden Vorstellungsgespräche gut gerüstet.

  

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Erfahrene Profis – Gitta Windisch (l) und Sonja Kaiser (r) geben Tipps für Bewerbungsanschreiben und Lebenslauf.

  

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Felix Haffner (2. v. r.) fühlt mit seinem Schüler-Teamkollegen dem „Bewerber“ auf den Zahn.