Azubis berichten

Wir haben Auszubildende aus verschiedenen Bereichen und Standorten befragt. Sie haben uns einen Einblick in ihren ganz persönlichen Arbeitsalltag bei der ASH Group gegeben und so manches Detail verraten.

Industriekaufmann/-frau

Die Ausbildung zum/zur Industriekaufmann/-frau gehört zu den Top 5 der Ausbildungsberufe in Deutschland. Rund 20.000 Jugendliche entscheiden sich jedes Jahr für diese Ausbildung. Seit 1. September 2013 ist auch Isabelle Maise eine davon, bei Schmidt am Standort St. Blasien (D).

 

Warum hast Du Dich für die Ausbildung zur Industriekauffrau entschieden?

I.Maise - Industriekauffrau bei SchmidtDurch ein Praktikum bei der Firma Aebi Schmidt Deutschland GmbH in St. Blasien habe ich einen sehr interessanten Einblick bekommen, welche Aufgaben eine Industriekauffrau erwarten. Von diesem Tag an war mir klar, dass ich diesen Beruf gerne erlernen möchte. Mir macht es Spass, vielseitig zu arbeiten und mich in verschiedenen Bereichen einzubringen. Besonders gefällt mir an diesem Beruf der Kontakt zu den Kunden und den verschiedenen internen Abteilungen, ob persönlich, per Email oder per Telefon. Der Computer ist dabei natürlich ein ständiger Begleiter mit dem ich gerne arbeite. Gängige Softwareprogrammen wie Microsoft Office sind dabei nicht die Einzigen. Ich konnte während meines Einsatzes im Einkauf z.B. auch schon das Programm SAP kennenlernen und damit Lieferantendaten pflegen oder Bestellungen durchführen. Spannend war auch die Arbeit mit dem Programm Adobe Premiere Pro, mit dem ich während meiner Zeit im Marketing Videos bearbeiten durfte. Nicht zuletzt waren auch die Weiterbildungsmöglichkeiten und die guten Berufsaussichten ein Aspekt für meine Entscheidung. Für die Zukunft fühle ich mich mit der Industriekauffrau als Basis jedenfalls gut gerüstet.

 

Was war rückblickend das spannendste Projekt das Du begleitet hast?

Das bisher spannendste Projekt bei dem ich dabei sein durfte, war die Organisation des sogenannten „Leuchtturmtag“, der Bestandteil unserer Aktion „Fit for tomorrow“ war. Im Sommer 2014 fand dieser „Leuchtturmtag“ im Produktionsbereich der Kompaktkehrmaschinen statt. Insgesamt folgten über 150 Mitarbeiter und Familienangehörige der Einladung. Meine Aufgabe war es u.a. einen Rundweg durch die Produktion zu entwickeln und Beschreibungen für die einzelnen Takte (also die verschiedenen Produktionsschritte) zu entwerfen. Am Tag der Veranstaltung durfte ich schliesslich die Besucher an der Zentrale empfangen und jedem einen Schlüsselanhänger mit seinem Namen überreichen. Parallel haben wir Bilder von den Mitarbeitern und deren Familien gemacht, die anschliessend direkt ausgedruckt und in einen Bilderrahmen ausgehändigt wurden.

 

I.Maise Industriekauffrau bei Schmidt

Was gefällt Dir besonders an der Ausbildung bei Aebi Schmidt?

Besonders toll finde ich, dass man sehr viele verschiedene Abteilungen durchläuft und schnell in das Team aufgenommen wird. Alle Kollegen sind sehr freundlich und hilfsbereit. Wie eine grosse Familie eben. Ausserdem spürt man, dass Aebi Schmidt ein internationales Unternehmen ist, was ich sehr spannend finde. Wir beliefern nicht nur Kunden in der ganzen Welt, sondern arbeiten mit unseren Standorten in der Schweiz, in den Niederlanden, in Polen oder auch mit den internationalen Vertriebsgesellschaften sehr eng zusammen.

 

 

 

Etwas mit Menschen machen – das war das berufliche Ziel von Linda Kocher. Die Vielfalt an Ausbildungsberufen schien daher zu Anfang unendlich. Die Entscheidung, als Kauffrau die Basis für die berufliche Zukunft zu legen, fiel bei einem Besuch mit der Schulklasse im Aebi Werk in Burgdorf. Heute ist Linda Kocher im 2. Ausbildungsjahr und aktuell in der Personalabteilung im Einsatz.

 

Zwei Jahre Ausbildung liegen hinter Dir. Wie sind Deine Eindrücke und Erfahrungen?

Während der Ausbildung zur Kauffrau bei Aebi durchläuft der Lernende alle 6 Monate eine andere Abteilung. Gleich zu Beginn konnte ich im Marketing mitanpacken, was mir besonders Spass gemacht hat, denn etwas mit Medien zu machen, sei es beim Texten, Fotografieren oder Gestalten, liegt mir einfach. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir z.B. die Organisation und Gestaltung von kleinen Präsenten im „Aebi-Design“ für unsere Kunden, bei denen ich meine Kreativität einbringen konnte. Aber auch die Mithilfe beim Projekt "Eidgenössisches Schwingfest" in Burgdorf, das wir 2013 als Königssponsor begleitet haben, war sehr spannend. Es gab viel zu organisieren und zu planen.  Ich bin auch beeindruckt, dass ich gleich von Beginn an sehr selbständig arbeiten durfte und mir viel Verantwortung bei meinen Aufgaben übertragen wurde. Nicht nur bei meinem Einsatz im Marketing oder der Personalabteilung, auch während meiner Zeit im Ersatzteillager durfte ich die zugeteilten Aufträge selbstständig bearbeiten, die Teile zusammenstellen und an den Empfänger versenden.

 

War der Ausbildungsberuf zur Kauffrau also die richtige Wahl?

Auf jeden Fall. Ich denke, dass ich damit eine sehr gute Basis habe und nicht auf einen speziellen Bereich festgefahren bin. Ausserdem ist die Ausbildungszeit eine interessante Reise durch ein Unternehmen. Durch den regelmässigen Wechsel der Abteilung lerne ich bei Aebi den Ablauf in einem Produktionsbetrieb kennen und verstehe so auch, wie Prozesse zusammenhängen. Man lernt aber auch viel fürs Leben. Den Umgang mit unterschiedlichen Menschen und Mentalitäten zum Beispiel. Gerade in der Telefonzentrale ist man der erste Ansprechpartner und braucht nicht nur einen guten Überblick wer für was zuständig ist, sondern muss auch auf den Anrufer eingehen.

 

Welche Eigenschaften sind also besonders wichtig für eine Ausbildung zur Kauffrau?

Ein Mix aus Teamfähigkeit und Selbständigkeit ist auf alle Fälle wichtig und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Gerade in einem mittelständischen Unternehmen muss man zudem flexibel sein und mitanpacken, wo Bedarf ist. Aber gerade das macht es ja auch aus: selber Ideen einzubringen und zu wissen, dass die Arbeit die man leistet auch geschätzt wird. Ausserdem sollte man offen sein für Neues und gut mit Menschen umgehen können.

 

Dein Resümee zur Ausbildung bei Aebi?

Ich bin schon gespannt auf die weiteren Stationen die mich jetzt dann erwarten: im Einkauf, in der Buchhaltung und im Vertrieb. Bei Aebi fühle ich mich wirklich sehr gut aufgehoben. Die Stimmung ist toll und der Zusammenhalt der Kollegen etwas ganz besonderes. Und es gilt noch zu sagen, auch wenn wir ein Maschinenbauunternehmen sind:  Aebi ist bei weitem nicht nur was für Jungs!

Feinwerkmechaniker/-in – Fachrichtung Maschinenbau

Früher unter Maschinenbauer bzw. Maschinenmechaniker bekannt, ist der heutige Feinwerkmechaniker ein wichtiger Ausbildungsberuf bei der ASH Group. Die Berufsbezeichnung ist 2002 durch eine Zusammenlegung der Berufe Maschinenbaumechaniker, Dreher, Feinmechaniker und Werkzeugmacher entstanden Tobias Mayer berichtet über seine (bisher) zweijährige Ausbildung bei Schmidt am Standort St. Blasien.

Warum hast Du Dich für die Ausbildung zum Feinwerkmechaniker entschieden und warum hast Du Dich gerade bei Schmidt beworben?

T.Mayer Azubi SchmidtMein Vater hat bereits vor über 20 Jahren eine Ausbildung bei Schmidt absolviert, damals noch als Maschinenbauer, daher kenne ich den Beruf und die Aufgaben schon ganz gut. Ich bin quasi in seine Fussstapfen getreten. Mir macht handwerkliche Arbeit einfach Spass und bei Schmidt hat man eine grosse Bandbreite – von kleinen mechanischen Teilen, oder der Hydraulik bis hin zum grossen Ganzen, den tonnenschweren Fahrzeugen, ist alles dabei.

 

Welche Eigenschaften braucht man, um Feinwerkmechaniker zu werden?

Auf alle Fälle technisches Verständnis, Geschick und räumliches Vorstellungsvermögen. Wir müssen oft technische Zeichnungen, die wir von der Konstruktion bekommen, lesen und verstehen. Also sozusagen 2D in 3D umsetzen. Was aber mindestens genau so wichtig ist, ist die Teamfähigkeit. Wir arbeiten eng mit Entwicklern und Konstrukteuren zusammen. Oft müssen Teile im Team zusammengebaut werden, da greift vieles ineinander. Flexibilität ist auch wichtig, da jeder Auftrag unterschiedliche Terminen und personellen Ressourcen erfordert.

 

Wie sieht ein typischer Arbeitstag als Azubi zum Feinwerkmechaniker bei Schmidt aus?

T.Mayer Azubi SchmidtIch arbeite sowohl in der Lehrwerkstatt als auch in der Produktion. In der Lehrwerkstatt werden an Dreh-, Fräs- oder Bohrmaschinen Teile für die Fahrzeuge und Anbaugeräte hergestellt oder Änderungen daran vorgenommen. Es kann auch vorkommen, dass ich ein Ersatzteil für ein Fahrzeug herstelle, das schon sehr alt ist und daher eine individuelle Anfertigung gefragt ist. Wenn neue Produkte entwickelt werden, erarbeite ich nach Zeichnungen von den Konstrukteuren die Teile. Wenn ein Einsatz in der Produktion ansteht, arbeite ich zusammen mit den Kollegen in der Montage. Toll ist, dass ich bereits als Auszubildender von Anfang an im Team integriert bin und schon früh Verantwortung übernehmen darf - z.B. beim Prüfen von Schrauben oder Dichtungen bei der Endabnahme.

 

Was gefällt Dir an der Arbeit besonders und was macht für Dich Schmidt als Ausbildungsbetrieb aus? 

Mir gefällt besonders, dass ich bei meiner Arbeit erleben kann, wie etwas entsteht. Vom Lesen der Pläne, der Fertigung der einzelnen Komponenten und der anschliessenden Montage. Wenn dann eine Kehrmaschine oder ein Schneeräumer aus der Halle fährt und man ihn vielleicht einmal irgendwo auf der Strasse oder auf einem Flughafen fahren sieht, dann weiss ich, ich war da dabei. Als Azubi wird man ausserdem bei Schmidt sehr gut betreut. Die Zusammenarbeit mit den Kollegen ist toll und man bekommt viel beigebracht. Ich freue mich jedenfalls auf die nächsten 1 ½ Jahre und auf die guten Zukunftsperspektiven, die sich als Feinwerkmechaniker bieten.

 

 

Auf gute Zukunftsperspektiven aufbauen kann auch Simon Arm. Als Polymechaniker bei Aebi am Standort Burgdorf absolviert er im 2. Jahr eine Lehre in einem vielseitigen und abwechslungsreichen Beruf.

 

Wie bist Du auf die Idee gekommen, Polymechaniker zu lernen?

Ich bin mit dem Polymechaniker zum ersten Mal bei einem Schnupperpraktikum in Berührung gekommen. Dort habe ich erfahren, was genau hinter diesem Beruf steckt und mit welchen Materialien gearbeitet wird. Mir haben die zwei Wochen Praktikum viel Spass gemacht und mir war daraufhin klar, das will ich erlernen.

 

Wie läuft die Ausbildungsphase bei Aebi genau ab?

Die Ausbildung dauert insgesamt 4 Jahre. Zu Beginn waren wir 20 Wochen in der Lehrwerkstatt und haben dort gelernt zu feilen, zu drehen, zu bohren und zu fräsen. In der Zeit haben wir z.B. auch selber einen Schraubstock hergestellt. Die nächste Station war für mich dann der Einsatz in der Vormontage, wo ich das Gelernte in die Praxis umsetzen konnte, so z.B. beim Zusammenbauen einzelner Komponenten für die Fahrzeuge. Grundsätzlich ist der Lernende 2-3 Monate in einer Abteilung, bevor es dann in den nächsten Bereich geht. Aebi arbeitet dabei eng mit der Firma RCM–Estech AG zusammen, die auch in Burgdorf sitzt. Hier befindet sich auch die Lehrwerkstatt, die Schlosserei oder die Schweisserei. Dort stellen wir unter anderem die Balkenblätter für die Aebi Mäher her und auch die Fahrerkabinen werden dort zusammengeschweisst.

 

Was würdest Du jemanden empfehlen, der sich überlegt, ebenfalls den Beruf des Polymechanikers zu erlernen und welche Eigenschaften sollte er haben?

Ich empfehle auf jeden Fall ein Schupperpraktikum zu machen, um herauszufinden, ob einem diese Arbeit Spass macht. Wir arbeiten viel mit Metall und Maschinen, das ist natürlich erst einmal neu wenn man von der Schule kommt. In den Beruf hinein zu schnuppern ist daher eine gute Gelegenheit, sich das ganze erst einmal anzuschauen. Technisches Verständnis und logisches Denken sollte man auch mitbringen und die Bereitschaft mit anzupacken, mit den Händen aber auch mit dem Kopf.

 

Was gefällt Dir besonders an der Ausbildung bei Aebi?

Mir gefällt, dass die Arbeit sehr vielseitig ist. Die Auszubildenden werden gut betreut und es wird viel Wert darauf gelegt, dass wir die Maschinen und die Arbeitsabläufe gut verstehen, damit wir schon nach kurzer Zeit selbstständig arbeiten können. Toll sind natürlich auch die Fahrzeuge selbst und es ist schon ein besonderes Gefühl, wenn man sieht, wie sich aus vielen Teilen etwas zusammensetzt und man zur Endabnahme dann auch einmal selber hinter dem Steuer sitzen darf. Es war auf alle Fälle die richtige Entscheidung, meine berufliche Ausbildung bei Aebi zu starten und wenn ich in die Zukunft blicke, dann habe ich von der Berufsmaturitätsschule bis hin zum Studium viele Möglichkeiten, die mir damit offen stehen.